Baustellenblog

An dieser Stelle informieren wir wöchentlich über den Baufortschritt am Reformationsplatz.
Begleiten Sie mit uns die Umsetzung der ersten großen Baumaßnahme zur Neugestaltung der Altstadt!

Treppenstufen

Rund um das Joachimsdenkmal beginnt der Wiederaufbau der Treppenstufen. Die unterste Lage wurde hierzu in einem Betonbett verlegt. Vor dem Gebäude der Kirchgasse 3 erfolgte der Einbau eines wasserdurchlässigen Geogitters, welches die Belastbarkeit der zukünftigen Flächen erhöht.

Unterdessen wurden in der vergangenen Woche die Rohlinge der Baumroste für die Einfassung der Baumscheiben auf der Südseite des Platzes probeweise angelegt. Diese werden nun manuell an die örtlichen Gegebenheiten angepasst, im Anschluss verzinkt und lackiert und im kommenden Jahr am zukünftigen Bestimmungsort eingebaut.

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Musterflächen

Nahe des Pflanzbeetes auf der Südseite der St. Nikolai-Kirche wurden Musterflächen angelegt, um die Funktion und Wirkung der zukünftigen Pflasterung zu prüfen.

Die Steinmischung für das Kleinpflaster setzt sich aus den ehemaligen vor Ort verlegten sowie neuen Steinen zusammen. Durch die Mischung soll ein gleichmäßiges Erscheinungsbild erzielt werden.

Für das später befahrbare Pflaster am süd-westlichen Abschnitt des Reformationsplatzes wurde die Verlegeform der neuen Pflastersteine getestet. Diese werden in einem Winkel von 30 Grad verbaut, um keine großen Zwischenräume entstehen zu lassen.

Teil der Farbabstimmung ist die Verfugung. Beide Pflasterungen werden mit einem anthrazit-farbendem Material verfüllt. Eine graue oder hellgraue Variante wurde ausgeschlossen.

Das Ergebnis der Prüfung der Verlegemuster wurde mit der Denkmalpflege abgestimmt.

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Kabelsalat

Wer Kabelsalat für ein nahrhaftes Gericht hält, der irrt leider. Manchmal verursacht ein solcher sogar Bau(ch)schmerzen. Am Reformationsplatz wird dieser Tage ein Stromverteilerkasten versetzt und erneuert. Nebenbei ergab sich seitens des Netzbetreibers kurzfristig die Notwendigkeit, einen Fehler im Netz zu suchen und zu beheben. Leider ist dies mit deutlich größeren Tiefbauarbeiten im Umfeld des Reformationsplatzes verbunden als ursprünglich vorgesehen.

So kann für einige Tage die Außengastronomiefläche eines Restaurants von dessen Betreiber nicht genutzt werden, was diesen verständlicherweise sehr verärgerte. Leider erhielt auch das Altstadtmanagement vorab von „Stromnetz Berlin“ keinerlei konkrete Informationen zum Bauablauf. Wir können in diesem Fall nur begrenzt Einfluss nehmen und versuchen zwischen den Beteiligten zu vermitteln.

Die Arbeiten an den Leitungen sollen in wenigen Tagen beendet werden, so dass sich die Situation wieder bessern sollte und dann mit dem Einbau der Tragschicht auf der Südseite fortgefahren werden kann.

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Bäume

Der Charakter des Reformationsplatzes wird durch seine Bäume geprägt. Dies wird auch zukünftig der Fall sein. Dennoch müssen im Rahmen der Umgestaltung einzelne Bäume entnommen werden. Auf der Südseite wurden Anfang des Jahres zwei Bäume zu Gunsten einer besseren Belichtungssituation gefällt, für die an anderer Stelle Ersatzpflanzungen getätigt werden. Im Zuge einer Begutachtung stellte sich unlängst heraus, dass eine Linde auf der Nordseite krank und nicht mehr standsicher ist – dies ist nicht durch die Bauarbeiten verursacht worden. Diese Linde wurde aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt und wird an gleicher Stelle durch eine Neupflanzung ersetzt.

Weiterhin befanden sich im nördlichen Bereich vier Ahornbäume und eine Linde im Straßenraum. Diese Bäume stehen der neuen Wegeführung an der westlichen Seite des Reformationsplatzes im Weg und können daher nicht erhalten werden. Die Fällungen der benannten Bäume erfolgte außerhalb der Brutperiode. Der Bezirk wird für die Bäume den entsprechenden Ausgleich pflanzen. Die beschlossene Rahmenkonzeption zur Neugestaltung des öffentlichen Raums in der Altstadt Spandau sieht vor, diese Bäume im Zuge der Neugestaltung der Carl-Schurz-Straße auf der westlichen Straßenseite neu zu pflanzen. Dies wird jedoch erst mit einigen Jahren Abstand im Zuge des geplanten Straßenumbaus erfolgen können.

Nach Abschluss der gesamten Umgestaltung der Altstadt sollen insgesamt mehr Bäume als bisher vorhanden sein.

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Fassadensicherung

Das derzeit noch von der Volkshochschule genutzte Gebäude in der Kirchgasse 3 grenzt unmittelbar an den Reformationsplatz an. Bereits seit einigen Jahren lassen sich Putzschäden an der Fassade beobachten, die erst im Zusammenhang mit einer geplanten Gebäudesanierung in den kommenden Jahren beseitigt werden.

Bei den Bauarbeiten am Reformationsplatz entstehen immer wieder Erschütterungen, sei es durch die Bewegung von Baufahrzeugen oder den Abbruch von Betonfundamenten. Auch die alte Rampenanlage zur Mönchstraße wird im Zuge des Umbaus abgerissen und durch eine neue Rampe ersetzt, die den Anforderungen an die Barrierefreiheit entspricht.

Daher wurde ein Statiker beauftragt, der das Gebäude auf Standsicherheit sowie das Risiko von herabstürzenden Fassadenteilen untersuchte. Die Standsicherheit des Gebäudes ist gegeben, jedoch wurde eine Sicherung der Fassade notwendig, damit Bauarbeiter und spätere Passanten auf dem Platz nicht gefährdet werden. In den letzten Tagen wurde an den beschädigten Stellen der Fassade ein Netz angebracht, das eventuell herausbrechende Putzteile auffängt. Somit können die Arbeiten in diesem Bereich fortgeführt werden. Der Eigentümer wird das Gebäude später sanieren.

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Borde

Langsam nimmt der neue Platz auf der Südseite erste Formen an. In der letzten Woche wurde mit der Anlieferung und dem Einbau der Borde begonnen. Diese fassen zunächst die zukünftigen Pflanzbeete seitlich des Haupteinganges des Kirchengebäudes ein. Während hier ein heller Granit Verwendung findet, wird die Außenkante des Platzes durch einen etwas dunkleren „schwarzen“ Granit eingefasst und somit gegenüber den angrenzenden Straßenräumen hervorgehoben.

Sobald die Verdichtungsnachweise für die mittlerweile wieder verfüllten Gräben der neuen Regenwasserleitungen vorliegen, kann auf der Südseite mit dem Einbau der Tragschicht fortgefahren werden. In Kürze entsteht dann eine Musterfläche der neuen Pflasterung, deren Struktur und Materialmischung die Grundlage für die weiteren Pflasterarbeiten bildet.

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Erste neue Tragschicht

Viele Schnüre sind über den südlichen Teil des Reformationsplatzes gespannt. Dort wurden Bereiche für Pflanzflächen und die unterschiedliche Pflasterung abgesteckt. Die neue Platzgestalt lässt sich erstmals an Ort und Stelle erahnen und nachvollziehen. Die abgespannten Bereiche werden nach und nach bestückt. Der erste Teil der neuen Tragschicht wurde bereits eingebettet.

Der südlich angrenzende Bereich des Bürgersteigs wurde abgetragen und mit einer temporären Schüttung versehen. Der Höhenunterschied ist deutlich sichtbar. Auch hier wird die neue Pflasterung angewandt und in den nächsten Wochen verbaut.

Die Archäologen waren bereits im Vorhinein mit der Baubegleitung beauftragt. Diese Arbeit ist für den ersten Bauabschnitt abgeschlossen. Alle Funde wurden sorgfältig dokumentiert. Im nächsten Jahr wird ihre Arbeit bei Bedarf auf der Nordseite fortgesetzt.

Unterdessen wurde die Sanierung des Mauerwerks des Kriegerdenkmals abgeschlossen.

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Nordseite

Während auf der Südseite die Leitungsarbeiten der Berliner Wasserbetriebe bis zum Ende dieser Woche planmäßig abgeschlossen werden, wurde die Nordseite nahezu vollständig abgeräumt. Auch die Archäologen kamen wieder zum Einsatz. Hier konnte der Zugang zu einer Gruft auf der nördlichen Seite der Kirche freigelegt und dokumentiert werden. Unterdessen haben Restauratoren das Schinkel-Denkmal sowie das Joachims-Denkmal begutachtet. Derzeit erfolgen Abstimmungen zu den notwendigen Reinigungsarbeiten und Reparaturen, erste Probefugen wurden angelegt.

Der Tag des offenen Denkmals am vergangenen Sonntag war gut besucht und ermöglichte den Besuchern Einblicke in die Baustelle und die Historie des Platzes. Der Kontaktarchitekt des Förderprogramms „Lebendige Zentren und Quartiere“ führte die Besucher in zwei Durchgängen mit je ca. 20 Teilnehmern über den Platz.

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Fortschritt bei Leitungsarbeiten

Die Sanierung und Neuanpassung der Entwässerungsanlagen sind auf der Südseite des Platzes bereits fortgeschritten. Alte Kanalelemente wurden abgeräumt und neue auf die zukünftige Höhe des Pflasters angepasst.

Die Arbeiten an den bestehenden Stufen des Joachims-Denkmals beginnen in der kommenden Woche. Diese werden ebenfalls an das neue Höhenniveau angepasst.

Die Abräumarbeiten auf der Nordseite sind ebenso vorangekommen. Es wurden Flächen an der Kirche, der Carl-Schurz-Straße und um das Krieger-Denkmal freigelegt.

Anlässlich des Tages des offenen Denkmals wird es am 13. September zwei geführte Baustellenbesichtigungen geben, bei denen der Stand der Arbeiten aus der Nähe betrachtet werden kann. Zudem werden interessante Details zur Entwicklung der Platzanlage und die historische Entwicklung erläutert.

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Leitungsarbeiten

Nun geht es in die Tiefe! Nachdem die südliche Platzfläche abgetragen wurde und die Archäologen zunächst ihre Arbeit beendet haben, werden in den kommenden Wochen Leitungsarbeiten der Berliner Wasserbetriebe durchgeführt. Hierbei werden vor allem die Entwässerungsanlagen (wie z.B. Gullischächte) der neuen Platzgestaltung und den neuen Höhenverhältnissen angepasst. Gleichzeitig werden einzelne Leitungen erneuert. Auch die Anschlüsse für die Laternen sowie Stromanschlüsse für Versorgungspoller der Kirche werden verlegt. Die Archäologen begleiten auch diese Arbeiten. Während auf der Südseite derzeit also vor allem im Untergrund gearbeitet wird, werden auf der Nordseite die vorhandenen Wege und Rasenflächen abgeräumt.

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