1. Spandau
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Projekt

Wegeverbindung am Stresowufer

Umsetzungsstand

x

In Planung

In Umsetzung

Abgeschlossen

Auf einen Blick

  • Ort: Stresowufer, gegenüber der Altstadt, 13597 Berlin
  • Bauherr: Bezirksamt Spandau von Berlin, Straßen- und Grünflächenamt
  • Planung: A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
  • Bauzeit (geplant): 2027 – 2032
  • Fördersumme (LZQ): ca. 4,68 Mio. Euro
  • Fläche:
  • Besonderheit: Umsetzung in enger Abstimmung mit dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17
  • Ziel: Erschließung der Uferbereiche gegenüber der Altstadt und Schaffung eines Freizeit- und Erholungsraumes

Informationen zum Projekt

 

Das an der westlichen Seite der Havel gelegene Lindenufer wurde bereits vor Aufnahme der Spandauer Altstadt in das Bund-Länder-Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ umfassend erneuert. Entsprechend der im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) geplanten Maßnahmen soll nun auch auf der östlichen Seite der Havel, gegenüber der Altstadt, ein Uferweg für Fußgänger und Radfahrer entstehen.

Der dortige Uferbereich ist derzeit nicht öffentlich zugänglich. Eine neue Wege- und Grünverbindung, von der Spreemündung nahe der Geschützgießerei bis zur Bahnbrücke, soll dies verändern. Neue Freizeit- und Erholungsräume werden geschaffen und das Ufer – auch unter touristischen Gesichtspunkten – deutlich aufgewertet. Durch mehrere Anknüpfungspunkte an die vorhandene Infrastruktur entstehen zudem neue Wegeverbindungen. Im Zuge des Projektes, welches in zwei Abschnitten umgesetzt wird (Spreemündung bis Charlottenbrücke sowie Charlottenbrücke bis Bahnbrücke), soll zudem eine Parkbucht für ein Restaurantschiff errichtet werden.

Die Planung und Umsetzung des Projektes erfolgt in enger Abstimmung mit dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 17, in dessen Rahmen die Havel als wichtige Wasserstraße ausgebaut und für den Güterverkehr optimiert wird.

Handlungsfeld 5 – Landschaft und Klima
Zu Beginn des Projektes wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die Rahmenbedingungen zu untersuchen und die Umsetzbarkeit zu prüfen. In diesem Zuge wurden alle unmittelbaren Anlieger durch das Bezirksamt angeschrieben und über die Planungsabsichten und Untersuchungen informiert. Das Umwelt- und Naturschutzamt stellte die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie auf dem 4. Altstadtplenum im November 2018 öffentlich vor. Hierbei zeigte sich nicht nur, dass das Projekt grundsätzlich realisiert werden kann; auch wurden bereits konkrete Aussagen zu einer künftigen Wegeführung und -gestaltung getroffen.
Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie wurden für das Jahr 2019 Fördermittel für die Weiterführung der nächsten Planungsschritte beantragt. Ende 2020 wurde die Vorplanung für den gesamten Uferweg abgeschlossen und geprüft.
Am 10. Februar 2020 fand eine erste Bürgerbeteiligungsveranstaltung im Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde St. Nikolai statt. Im Rahmen der Veranstaltung, der rund 90 Personen beiwohnten, wurde der aktuelle Stand der Planungen vorgestellt. Im Anschluss bestand für alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen sowie Kommentare abzugeben. Hierfür standen mehrere Stationen zur Verfügung, jeweils zu den Abschnitten des Uferweges sowie zu übergeordneten Themen, die den gesamten Weg betreffen. Anmerkungen wurden insbesondere zum Lärmschutz, zur Sicherheit sowie zu den Nutzungsmöglichkeiten geäußert. Die aufbereiteten Ergebnisse sind in der Veranstaltungsdokumentation zu finden.
Die für den März 2020 geplante zweite Bürgerbeteiligungsveranstaltung konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie vorgesehen in Präsenz stattfinden. Die Vorstellung der überarbeiteten Planungen erfolgte stattdessen im Mai und Juni 2020 über die Beteiligungsplattform mein.Berlin. Analog zur vorherigen Präsenzveranstaltung konnten online Kommentare und Anmerkungen zu den Abschnitten sowie zum gesamten Projekt abgegeben werden. Die Ergebnisse flossen in den weiteren Planungsprozess mit ein.
Nach Abschluss und Auswertung der Bürgerbeteiligung begann der Erarbeitungsprozess für die Bauplanungsunterlage (BPU) zum nördlichen Abschnitt zwischen Spreemündung und Charlottenbrücke. Ihre Fertigstellung erfolgte im Jahr 2022, im darauffolgenden Jahr wurde die BPU durch den Fördermittelgeber geprüft und genehmigt. Aufgrund der starken räumlichen Überschneidungen mit dem VDE Nr. 17 wurde der Zeitplan zur Schaffung des Uferweges in der Zwischenzeit entsprechend angepasst. So kann mit der baulichen Umsetzung des nördlichen Abschnittes erst nach Fertigstellung einer neuen Spundwand im Rahmen des VDE Nr. 17 begonnen werden. Um einen zügigen Baubeginn zu gewährleisten, wurden die Planungen im Frühjahr 2023 mit der Ausführungs- und Genehmigungsplanung fortgesetzt.
Parallel zum Beginn der Ausführungs- und Genehmigungsplanung für den 1. BA wurde im Frühjahr 2023 mit der Erarbeitung der Bauplanungsunterlage (BPU) für den südlichen Abschnitt zwischen Charlotten- und Bahnbrücke begonnen. Im Jahr 2025 wurde dieser Planungsschritt abgeschlossen. Im ersten Quartal 2026 wurde die BPU zur Prüfung beim Fördermittelgeber eingereicht.
Nach Abschluss der Planungen soll ab 2027 mit der Realisierung des Uferweges begonnen werden. Zum Baubeginn wird zu gegebener Zeit gesondert informiert.
Neben dem Ausbau der Havel im Zuge des VDE Nr. 17 werden weitere private Bauprojekte in unmittelbarer räumlicher Nähe durchgeführt. Hierbei ist zum einen die seit 2021 laufende Entwicklung des „Bäthge-Grundstücks“ am Stresowplatz zu nennen. Auf dem früheren Gelände des Baustoffhändlers sollen in den kommenden Jahren Wohnungen für Studierende entstehen. Die Planungen für den Ufergrünzug werden mit dem Investor abgestimmt. 2023 wurde ein Grundstücksteil zur Realisierung einer Verbindung zum Stresowplatz durch das Land Berlin angekauft. Das Projekt zur Entwicklung der ehem. Geschützgießerei ruht durch den Rückzug des Investors seit 2024. Eine Führung des Weges bis an die Spreemündung ist hierdurch zunächst nicht möglich.

Bildergalerie

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Weitere Dokumente

Präsentation Machbarkeitsstudie (2018) 14.68 MB PDF Download
Präsentationsfolien der ersten Beteiligungsveranstaltung (2020) 11.17 MB PDF Download
Dokumentation der ersten Beteiligungsveranstaltung (2020) 8.79 MB PDF Download
Präsentationsfolien der zweiten Beteiligungsphase (2020) 3.43 MB PDF Download
Dokumentation der zweiten Beteiligungsphase (2020) 6.87 MB PDF Download