Altstadtmanagement Spandau

Vertiefende Untersuchungen Rathausvorplatz und Bahnhofsvorplatz

Bei der Erarbeitung und Abstimmung der Rahmenkonzeption für den öffentlichen Raum zeigte sich, dass die ersten Ideen für eine mögliche Umgestaltung von Rathausvorplatz und Bahnhofsvorplatz einer vertiefenden Untersuchung und Abstimmung bedurften. Hier waren vor allem weiterführende Verkehrsanalysen sowie umfangreiche Abstimmungen mit zahlreichen Akteuren (z.B. VLB, BVG, Leitungsbetriebe) notwendig, welche im Zuge der Rahmenkonzeption nicht leistbar waren. Die nun vorliegenden Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie sollen Aussagen ermöglichen, welche Varianten und Verkehrsführungen realisierbar sind.

 

Erarbeitungszeitraum: Herbst 2018 bis Ende 2019

Umsetzungsstand: abgeschlossen

Archäologisches Schaufenster und Historischer Keller

Die bei der Altstadtsanierung in den 1980er Jahren entdeckten Grabungsfunde wurden in Keller und Erdgeschoss des Gebäudes Reformationsplatz/Mönchstraße integriert. Sie nehmen aufgrund ihres Denkmalwertes eine bedeutende Funktion in der Altstadt Spandau ein, werden jedoch in der derzeitigen Darstellung von der Öffentlichkeit nur unzureichend wahrgenommen. Die Grabungsfunde sollen in Zukunft besser inszeniert und die Darstellung und Erläuterungen zeitgemäß präsentiert sowie besser zugänglich gemacht werden. Auch ist eine inhaltliche Überarbeitung notwendig. Hierfür wird ein Konzept zur Neugestaltung erarbeitet, an das sich eine Umgestaltung anschließen wird.

Als weiterer bedeutender Keller existiert der sog. Historische Keller in der Carl-Schurz-Straße, der die Kommunale Galerie beherbergt. Anlässlich der dort stattfindenden Wechselausstellungen sind die Räume für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit seinem besonderen historischen Ambiente und seiner zentralen Lage bietet er Potenzial für weitere Nutzungsmöglichkeiten und Veranstaltungen für ein breiteres Publikum. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sollen entsprechende Varianten untersucht werden. Zu klären sind dabei auch die Möglichkeiten eines barrierefreien Zuganges und der Schaffung von Sanitäreinrichtungen.

Umsetzungsstand:

In Vorbereitung.

Durchführungszeitraum:

Das Vorhaben musste aufgrund von Kapazitätsengpässen abermals verschoben werden und soll voraussichtlich ab 2024 umgesetzt werden.

Brückenköpfe der Charlottenbrücke

In den Brückenköpfen unter der Charlottenbrücke befanden sich früher Sanitär- und Versorgungräume. Heute stehen diese leer, sind stark sanierungsbedürftig und wirken – nicht zuletzt durch den Vandalismus – wenig einladend.

Unmittelbar am Ufer- und Havelradweg gelegen bietet sich im Zusammenspiel mit den angrenzenden Flächen ein Potenzial zur Belebung des Lindenufers. Es wird angestrebt die Räumlichkeiten zusammen mit den angrenzenden Außenflächen einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen. Die Schaffung gastronomischer, touristischer und kultureller Angebote kann maßgeblich zu einer Erhöhung der Attraktivität und Aufenthaltsqualität am Lindenufer beitragen und neue Nutzergruppen ansprechen. Mit einer Belebung und Neugestaltung werden zudem die durch Vandalismus, Verwahrlosung und Dunkelheit unter der Charlottenbrücke entstandenen Angsträume abgebaut. In einer Machbarkeitsstudie wurden mögliche neue Nutzungen und deren Umsetzbarkeit überprüft.

Umsetzungsstand:

Machbarkeitsstudie liegt vor.

Durchführungszeitraum:

Erarbeitung Machbarkeitsstudie: Herbst 2018 bis Ende 2019

Bauliche Umsetzung: Bisher nicht termininiert, abhängig von möglicher Brückensanierung durch die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr.

Studie zur Klimaanpassung

Die Herausforderungen des Klimawandels äußern sich u.a. in einer Zunahme von Starkregenereignissen, aber auch länger anhaltenden Hitzeperioden. Diese Aspekte sollen bei der bevorstehenden Umgestaltung der dicht bebauten und stark versiegelten Altstadt berücksichtigt werden.

In einer Machbarkeitsstudie wurden Szenarien und entsprechende Maßnahmenpakete entwickelt, wie den Auswirkungen von zunehmender sommerlicher Hitze und Starkregenereignissen in der Altstadt Spandau entgegengewirkt werden kann. Ziel aller Maßnahmen soll u. a. sein, den Stauraum der Mischkanalisation optimaler bewirtschaften zu können und ein ansprechendes Mikroklima mit hoher Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu erhalten bzw. zu schaffen. Dazu gehören z.B. Maßnahmen zur Speicherung und lokalen Versickerung von Regenwasser, aber auch Maßnahmen zur Reduzierung der Aufheizung von Gebäuden und Straßenräumen, z.B. durch eine zielgerechte Verschattung. Ziel ist die Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität, damit die Altstadt auch an heißen Tagen für Besucher und Kunden attraktiv bleibt.

Die Studie entstand parallel und in Abstimmung mit der Rahmenkonzeption zur Neugestaltung des öffentlichen Raumes in der Fußgängerzone. Die Ergebnisse können in den späteren konkreten Planungsschritten einbezogen werden. Ergänzt wird sie um Hinweise für Eigentümer, die das Mikroklima u.a. durch Hofentsiegelungen und Fassadenbegrünungen verbessern können.

Diesen Ratgeber für die Eigentümer können Sie HIER herunterladen. In Kürze wird es davon auch eine gedruckte Version geben, die dann beim Altstadtmanagement, in der KlimaWerkstatt sowie beim Bezirksamt verfügbar sein wird.

Erarbeitungszeitraum: Oktober 2017 bis Mai 2018

Umsetzungsstand: abgeschlossen

Sanierung Stadtbibliothek

Der Wandel der Bibliotheken von reinen Orten der Medienausleihe hin zu Begegnungs- und Bildungsorten führt zu veränderten Anforderungen an das Gebäude, denen das vorhandene Raumkonzept nicht mehr gerecht wird. Es fehlt vor allem an klar abgegrenzten Gruppenarbeitsräumen, Arbeits- und Ruhezonen, Treffpunkten sowie multifunktional für Veranstaltungen nutzbaren Bereichen, die gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität für unterschiedliche Nutzergruppen (z.B. Schüler und Senioren) gewährleisten. Trotz der bestehenden räumlichen Mängel hat sich die Bezirkszentralbibliothek am Eingang zur Altstadt in den letzten Jahren zunehmend als Aufenthalts- und Lernort mit hoher Vor-Ort-Nutzung etabliert. Die Besucherzahlen steigen stetig an, so dass die Kapazitätsgrenze erreicht wurde.

Das Dach des ehemals als Hauptpostamt errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes ist baufällig und muss saniert werden. Durch den Ausbau des bisher teilweise ungenutzten Dachgeschosses können Büroräume der Bibliotheksverwaltung in den Dachbereich verlagert und die freiwerdenden Flächen in den unteren Etagen durch eine neue Raumgliederung für eine Ausweiterung des Angebotes für die Benutzer verwendet werden. Während der Planungen und Untersuchungen hat sich gezeigt, dass der Sanierungsbedarf des Gebäudes deutlich größer ist, als zunächst angenommen. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Komplexität und den Umfang der Maßnahme sowie die kalkulierten Baukosten.

Umsetzungsstand:

Aufgrund des festgestellten deutlich höheren Sanierungsbedarfes waren zunächst zahlreiche weitere Abstimmungen im Bezirk und mit dem Fördermittelgeber notwendig. Nachdem das Projekt grundlegend neu konzipiert wurde, erfolgte die Anmeldung von Fördermitteln für die Planung und Realisierung eines ersten Bauabschnittes. Weitere Bauabschnitte sollen im Anschluss folgen.

Durchführungszeitraum:

Erste Planungen: ab 2017

Planung 1. Bauabschnitt: ab 2022

Standortbroschüre

Eine Standortbroschüre soll das Werben für den Wirtschaftsstandort der Altstadt Spandau unterstützen. Sie bildet die Grundlage für eine gezielte Ansprache von neuen Gewerbemietern und Investoren, indem die Rahmenbedingungen und Standortvorteile des Spandauer Zentrums auch für auswärtige Unternehmen anschaulich und prägnant darstellt werden. Enthalten sind wesentliche Marktdaten, aktuelle Standortentwicklungen, ein lokaler Gewerbemietspiegel sowie Hinweise zu Potenzialflächen. Eine aufwändige Gestaltung und ein hochwertiger Druck unterstützen eine ansprechende und moderne Darstellung des Standortes.

Der Erarbeitung der Broschüre ging eine umfassende Datenerhebung und -analyse voraus. Neben der Auswertung bereits vorliegender Daten wurden im Jahr 2017 im Rahmen einer Erhebung mittels Fragebögen Besucher, Gewerbetreibende und Eigentümer der Altstadt zu Ihren Nutzungsgewohnheiten und Einschätzungen befragt. Auch eine Zählung der Besucherströme ist erfolgt. Die aufbereiteten Ergebnisse flossen in die Broschüre ein. Zusätzlich entstand ein umfangreiches Zahlenwerk zur Altstadt, welches verwaltungsintern genutzt und fortgeschrieben wird.

Die Erarbeitung erfolgte im Einklang mit der zeitgleich entwickelten Marketingkonzeption für das Spandauer Zentrum sowie dem bezirksweiten Tourismuskonzept.

Hier können Sie die Standortbroschüre Altstadt Spandau herunterladen.

Erarbeitungszeitraum: September 2017 bis Dezember 2018

Umsetzungsstand: abgeschlossen

Beleuchtung Juliusturmbrücke

Die Uferpromenade entlang der Altstadt wird bei Dunkelheit von Laternen erhellt. Auch der Bereich des Uferweges und der Spielfläche unter der Juliusturmbrücke wurde im Rahmen des Ausbaus des Lindenufers neu gestaltet. Bis zuletzt mangelte es jedoch unterhalb der Brücke an einer ausreichenden Beleuchtung, die zur Orientierung und Sicherheit beiträgt. So wurde dieser Abschnitt gerade in den Abendstunden von vielen Passanten als Angstraum wahrgenommen.

Entsprechende Leuchten wurden im Jahr 2018 aus Mitteln des Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ergänzt. Die neue Beleuchtung erhellt nun den Weg und die dort angelegte Spielfläche. Die dunklen Ecken sind verschwunden und gleichzeitig erhält der Ort durch die Inszenierung mit Licht einen neuen Charakter.

Durchführungszeitraum: Planung: 2017 | Umsetzung: Herbst 2018

Umsetzungsstand: abgeschlossen

Wegeleit- und Informationssystem

Derzeit fehlt es an einem zeitgemäßen und aufeinander abgestimmten Informations- und Wegeleitsystem für die Besucher der Altstadt. Vorhandene Anlagen entsprechen zum Teil nicht mehr den heutigen Erwartungen oder sind schlichtweg veraltet bzw. beschädigt.

Für die einheitliche und überschaubare Orientierung im öffentlichen Raum wurde in einem ersten Schritt ein Rahmenkonzept erarbeitet, an das sich eine entsprechende bauliche Umsetzung anschließen wird. Ziel ist die Bündelung von Informationen in einem übergeordneten Leitsystem, das von den Spandau Arcaden und dem Bahnhof Spandau über die Altstadt bis zur Zitadelle führt. U.a. sollen historisch wertvolle Gebäude, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie touristische und landschaftliche Highlights hervorgehoben und in Beziehung zueinander dargestellt werden.

In dem Konzept wurden Elemente, Bestandteile, Leitlinien und Standorte des Leitsystems (z.B. Wegweiser, Erläuterungstafeln, digitale Angebote) entwickelt und abgestimmt. Das lokale Leitsystem für das Spandauer Zentrum ergänzt das berlinweite touristische Leitsystem (blaue Schilder) sowie das berlinweite Fahrradleitsystem (grün-weiße Schilder) und wurde entsprechend auf diese bereits vorhandenen Angebote abgestimmt.

Das Vorhaben wurde auf der öffentlichen Sitzung der Altstadtvertretung am 29.01.2018 vorgestellt. Im Anschluss bestand die Möglichkeit Anregungen und weitere Vorschläge für auszuschildernde Orte einzureichen.

 

Umsetzungsstand:

Die Konzeption liegt vor. Fördergelder für die eigentliche Erarbeitung und bauliche Umsetzung können erst zu einem späteren Zeitpunkt beantragt werden, wenn die Baumaßnahmen im öffentlichen Raum vorangeschritten sind.

Erarbeitungszeitraum:

Konzeption: November 2017 bis November 2018

Umsetzung: noch kein genauer Zeitpunkt definiert

Reiterstaffel / Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Die denkmalgeschützten Gebäude der Reithalle und der Stallungen der ehemaligen Kaserne Moritzstraße (später von der Reiterstaffel der Polizei genutzt) liegen seit einigen Jahren brach. Die 1892 bzw. 1910 erbaute Anlage soll zukünftig einer neuen Nutzung zugeführt werden. Vorrangiges Ziel des Bezirks ist eine schulische Nutzung durch das unmittelbar neben dem Grundstück befindliche Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Mit dem zunächst erarbeiteten Nachnutzungskonzept wurde in enger Abstimmung mit dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium eine nachhaltige Zukunftsvision für die denkmalgeschützte Gesamtanlage mit der Reithalle und den Stallungen vorbereitet. Dabei wurde auch überprüft, in welchem Umfang und mit welchen Angeboten die vorhandenen Gebäude einer schulischen Nutzung zugeführt werden können. Der bauliche Sanierungs- und Umbaubedarf sowie die denkmalpflegerischen Spielräume wurden ermittelt. Zusätzlich entstand eine erste Vorstellung für eine ganzheitliche Ordnung und Gestaltung für die aus mehreren Teilbereichen bestehenden Außenanlagen des Schulstandortes.

In den Jahren 2016 und 2017 fanden im Rahmen von „Grün macht Schule“ zwei Schülerworkshops statt, die sich mit Wünschen und Vorstellungen zur Nachnutzung der Gebäude und der Gestaltung des Schulhofes befassten. Deren Ergebnisse sind mit eingeflossen. Weiterhin waren Vertreter der Schule in den gesamten Erarbeitungsprozess des Konzeptes eng einbezogen.

In den nächsten Jahren ist eine bauliche Umsetzung vorgesehen. Diese soll im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung des gesamten Schulgeländes erfolgen.

 

Umsetzungsstand:

Die Nachnutzungskonzeption / Machbarkeitsstudie wurde abgeschlossen und dabei jeweils eine Vorzugsvariante für Gebäude und Freianlagen entwickelt.

Durchführungszeitraum:

Erarbeitung Nachnutzungskonzept: November 2017 bis Herbst 2018

Bauliche Umsetzung abhängig von der Beantragung von Fördergeldern sowie der baulichen Entwicklung des gesamten Schulstandortes, welche derzeit vorbereitet wird.

Umbau der Hertefeldstraße

Die im Norden der Altstadt gelegene Hertefeldstraße verbindet die Breite Straße mit dem Lindenufer. Der schlechte bautechnische Zustand des Straßenraumes sollte durch eine barrierefreie Neugestaltung behoben werden. Die Straßen- und Pflasterarbeiten umfassten eine Fläche von ca. 1.000 m².

Im Zuge einer Neuaufteilung des Straßenquerschnittes entstanden ein beidseitiger Gehweg und eine in Asphalt ausgeführte Fahrbahn mit einer Breite von 6,85m. Zusätzlich wurde Raum für den ruhenden Verkehr geschaffen. Dazu gehören eine dringend benötigte Ladezone (u.a. zur Belieferung des Supermarktes) ein Behindertenstellplatz sowie 8 Pkw-Stellplätze.

Durch eine veränderte Verkehrsführung erfolgt die Erschließung des in den Jahren zuvor umgestalteten Parkplatzes am Lindenufer nun über die Hertefeldstraße. Die Aufpflasterung sogenannter Kissen und die Unterbindung des Durchgangsverkehrs am Lindenufer mittels Poller führen dort zu einer Verkehrsberuhigung und sollen die Anwohner vom Lärm entlasten.

 

Durchführungszeitraum: Juli bis Dezember 2016

Umsetzungsstand: abgeschlossen

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